Rosenheimer Straße 61 B, 83043 Bad Aibling

Problemmerkmale

Wie geht es Ihnen und Ihrem Kind?

Die Lebenslage von suchtmittelabhängigen Müttern und Vätern ist häufig mit folgenden Problemmerkmalen verbunden:

  • Psychische Überforderung, auch insbesondere im Hinblick auf die Mutterrolle/Vaterrolle
  • Mangelnde Aktivierung eigener Ressourcen, um den Alltag zu strukturieren und um Lebenskrisen zu meistern
  • Psychische und soziale Desintegration
  • Mangelnde Belastbarkeit
  • Unselbstständigkeit in der Alltagsbewältigung
  • Mangelnde Stabilität
  • Geringes Selbstwertgefühl
  • Mütter/Väter, die Beeinträchtigungen bzw. Unsicherheiten in der Versorgung, Pflege und Erziehung sowie Förderung des Kindes zeigen
  • Mütter und Väter sowie Schwangere mit – aufgrund ihrer sozialen Situation und aus schwierigem, belastendem sozialem Umfeld stammend – problematischen Partnerbeziehungen, ohne Rückhalt in der Herkunftsfamilie

 

Vor diesem Hintergrund sind Kinder aus suchtbelasteten Familien besonderen Risiken in ihrer Entwicklung ausgesetzt:

  • Der Suchtmittellmissbrauch bzw. die Suchtmittelabhängigkeit der Mutter / des Vaters oder beider Elternteile bedingen besondere psychische und soziale Belastungen und Benachteiligungen. Die Folgen, die sich in diesem Zusammenhang immer wieder darstellen, sind als emotionale Überforderung bzw. Vernachlässigung sichtbar. Die Kinder leiden aufgrund ihrer unsicheren Bindungserfahrung zu ihrer Mutter / ihrem Vater, leiden unter den Erfahrungen von häuslicher Gewalt und reagieren mit entsprechenden Verhaltensauffälligkeiten darauf.
  • Kinder, die mit diesem suchtspezifischen Risiko aufwachsen, tragen zudem selber ein signifikant höheres Suchtgefährdungsrisiko in sich. Kinder aus Suchtfamilien erleben durch ihre Eltern unangemessene Strategien zur Konflikt- und Lebensbewältigung und sind demnach chronisch negativen Vorbildern ausgesetzt.

Damit besteht die Gefahr, dass sich die Suchtgefährdung von einer Generation auf die nächste „sozial“ vererbt.

Unser Förder- und Unterstützungsleistungen zielen auf die Überwindung der psychosozialen Problemlagen der Eltern ab und damit – neben der Stärkung ihrer Persönlichkeitsentwicklung – auf den Erhalt der Erziehungsfähigkeit und Erziehungsverantwortung, die sie in geeigneter Weise zum Wohle des Kindes einsetzen können.

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